Pressemitteilung

Ein Zeppelin auf Wirbeljagd: 360°-Film feiert Premiere in Hamburg

13.07.2017

Im Wissenschaftsjahr Meere und Ozeane erleben Zuschauerinnen und Zuschauer die aufregende Suche eines Zeppelins nach Meereswirbeln aus der Perspektive eines internationalen Forscherteams im Planetarium

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Im Sternensaal des Planetariums Hamburg konnten die Gäste der Premiere in die Wirbeljagd eintauchen. Foto: HZG/Jan-Rasmus Lippels

In der Fulldome-Show „Die Wirbeljagd“ begleitet das Publikum Meeresforscherinnen und -forscher bei ihrer aufwändigen Suche nach bislang unbekannten Wirbeln im Ozean. Weltweit erstmalig kam dafür im Juni 2016 ein Zeppelin zum Einsatz. Jetzt ist die einzigartige Expedition „Uhrwerk Ozean“ in einer 30-minütigen 360°-Produktion zu erleben. Gestern feierte der Film im Wissenschaftsjahr Meere und Ozeane des Bundesministeriums für Bildung und Forschung im Planetarium Hamburg Weltpremiere, ab Mitte August läuft er im Programm. Weitere Aufführungen gibt es im Sommerprogramm des Mediendoms Kiel sowie ab Oktober in den Planetarien von Nürnberg, Flensburg und Berlin.

Rudolf Leisen, Leiter des Referats „System Erde“ im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und Projektleiter des Wissenschaftsjahres 2016*17 Meere und Ozeane, ist begeistert: „Die Expedition ‚Uhrwerk Ozean‘ ist ein herausragendes Beispiel, wie man Forschung auf eindrucksvolle und spannende Weise auch für wissenschaftliche Laien kommunizieren kann. Das macht den Film ‚Die Wirbeljagd‘ zu einem Leuchtturmprojekt im aktuellen Wissenschaftsjahr Meere und Ozeane.“

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Von links nach rechts: Dr. Torsten Fischer (HZG), Thomas W. Kraupe (Planetarium Hamburg), Prof. Dr. Wolfgang Kaysser (HZG), Prof. Dr. Burkard Baschek (HZG) und MinR Rudolf Leisen (BMBF). Foto: HZG/Jan-Rasmus Lippels

„Auch wissenschaftlich war die Expedition ‚Uhrwerk Ozean‘ ein voller Erfolg“, erklärt der Expeditionsleiter und Leiter am Institut für Küstenforschung im Helmholtz-Zentrum für Material- und Küstenforschung Geesthacht (HZG), Prof. Dr. Burkard Baschek. „Wir freuen uns sehr, dass wir dieses phantastische Forschungsergebnis nun einem breiten Publikum zugänglich machen können.“

Die Expedition: Rasante Spurensuche unter Zeitdruck


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Im Foyer des Planetariums wurde nach der Vorführung noch gemeinsam gefeiert. Foto: HZG/Jan-Rasmus Lippels

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vermuten, dass nicht nur große Meeresströmungen wie der Golfstrom unser Klima beeinflussen, sondern dass auch unzählige kleine Wasserwirbel dabei eine entscheidende Rolle spielen. Ein internationales Forscherteam unter Leitung des HZG wollte die bisher kaum untersuchten und für das menschliche Auge unsichtbaren Wirbel in einem einzigartigen Projekt in der Ostsee aufspüren. Dirigent der Expedition war ein Forschungszeppelin – eine echte Weltpremiere in der Meeresforschung. Jeder Tag der Expedition war ein Wettlauf gegen die Zeit. Denn die Wirbel existieren nur wenige Stunden.

360° Wissenschaft


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Wissenschaft in 360°. Foto: HZG/Jan-Rasmus Lippels

„Mit dieser 360°-Filmproduktion wollen wir die Bedeutung unserer Forschung für den Bürger aufzeigen und gleichzeitig die faszinierende Wirbeljagd ein Stück erlebbar machen“, sagt der Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im HZG und Mit-Initiator des Fulldome-Projekts Dr. Torsten Fischer. „Durch die innovative Aufnahmetechnik nehmen die Zuschauerinnen und Zuschauer für einen Messtag die Perspektiven der Expeditionsteilnehmerinnen und teilnehmer ein. Das ist in dieser Form einmalig.“

„Für das Planetarium Hamburg war es das erste Mal, dass weit mehr als die Hälfte der filmischen Produktion in Form von 360°-Material erstellt wurde“, sagt Sascha Kriegel, Leiter Content &Technik im Planetarium Hamburg.

Einen ersten Einblick in die „Wirbeljagd“ bietet Ihnen der Trailer zum 360°-Film. Zum Trailer des 360°-Films „Die Wirbeljagd“

Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane


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Die Meeresforschung ist Thema des Wissenschaftsjahres 2016*17. Meere und Ozeane bedecken zu rund 70 Prozent unseren Planeten. Sie sind Klimamaschine, Nahrungsquelle, Wirtschaftsraum – und sie bieten für viele Pflanzen und Tiere Platz zum Leben. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchen die Ozeane seit langem; und doch sind sie noch immer geheimnisvoll und in weiten Teilen unerforscht. Im Wissenschaftsjahr 2016*17 geht es um die Entdeckung der Meere und Ozeane, ihren Schutz und eine nachhaltige Nutzung.

Die Wissenschaftsjahre sind eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD). Sie tragen als zentrales Instrument der Wissenschaftskommunikation Forschung in die Öffentlichkeit und unterstützen den Dialog zwischen Forschung und Gesellschaft. Das Wissenschaftsjahr 2016*17 wird vom Konsortium Deutsche Meeresforschung (KDM) als fachlichem Partner begleitet.

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Kontakt:


Dr. Torsten Fischer

Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Helmholtz-Zentrum Geesthacht
Zentrum für Material und Küstenforschung

Tel: +49 4152 87 1677

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